Zu Grabe getragen wurde er schon oft, aber diesmal trifft es den Jazz wirklich hart: Wegen der Finanzkrise werden Festivals abgesagt, Fachmagazine eingestellt und Musiker vergrault. Gibt es jetzt überhaupt noch Hoffnung? Ja. Weil keine Musikrichtung hartnäckiger am Leben hängt.





Leider ist der SWR der einzige Fernsehsender, der Jazzfreunden ab und zu nachts etwas zu bieten hat. Was das Radio angeht, habe ich mich ziemlich darüber geärgert, dass die zwei Jazzsendungen von WDR 5 eingestellt und dem an Hörern noch ärmeren Kultursender WDR 3 übergeben wurden. Man merkt also schon an Sendezeiten und Programmanteilen, welchen Stellenwert der Jazz bei den Programmachern hat! Auch Festivals laufen natürlich nicht ohne Sponsoring und Werbung, was sich bei einer Musikrichtung, deren Durchschnittsfan die 60 überschritten hat, leider auch schwierig gestaltet. Jazz ist eine Musik, auf die man sich mit allen Sinnen einlassen muss, an die man sich vielleicht erst einmal gewöhnen muss. Aber wenn sie einen gepackt hat, dann lässt sie einen auch nicht mehr los. Zum Glück!
@lasylvi , kennst du play jazz von NDRInfo ? Jeden Tag 22:05 Uhr gibts (meist) gute Jazzsendungen auf dem Sender.
Warum der Jazz immer wieder totgesagt wird? - Weil es einem genz schön auf den Senkel gehen kann. Weil es oft zu kompliziert ist und eigentlich eher eine Naturwissenschaft ist, als Musik.
Danke, @Rewolution
Aber Totgesagte leben ja länger, sagt man...
Eine recht spezielle Richtung, @Butte und @lasylvi - wie anderes allerdings auch - , und wer von uns ist nicht in irgendeiner Richtung speziell orientiert?
Mögt Ihr also Euren speziellen Jazz genießen.
lacht. ok DAS stimmt.
Allerdings: liebe @Rewolution Dich müsste doch eigentlich etwas mit dem Jazz verbinden: die Improvisation!
Sie ist es, die Jazz zu einer sehr vielschichtigen Musik macht und (meinetwegen) daher auch einen komplizierten Zug trägt. Allerdings gibt es im Jazz-Genre so viele Stile, die ganz und gar nicht kompliziert sondern sogar sehr eingängig sind, fast schon easy-listening. Der Swing zum Beispiel.
Der Jazz hat eigentlich seinen Urspung in afrikanischer und afro-amerikanischer Tradition. Das ist Rhythmus, das ist Musik in meinen Ohren.
Habe die Ehre und nun wird geswingt.
Jazz? @Rewolution oft schon habe ich genauso gedacht; allerdings gefühlt, dass kein Musiker Musik so versteht und verinnerlicht, wie der Jazzer.
Und es bestht sicher auch ein kleiner Unterschied zwischen einem eher hinhörbedürftigen Freejazz und den leichteren Varianten des Cool Jazz.
Jedenfalls: Jazz war und ist und wird es wahrscheinlich bleiben: etwas für eine Randzielgruppe. Und damit lebt es sich gar nicht so schlecht
Ein Problem ist, dass es viele Leute (Jazz-Polizei) gibt, die bei Androhung von Strafe (Jazz-Basiji), festlegen wollen, was denn nun Jazz ist und was nicht.
Klar kann solch ein elitärer Haufen einem die Lust vermiesen, allerdings sollte man das nicht zulassen.
Jazz verbindet doch meist (je nach Stilrichtung) auf sehr schöne Art Gefühl und Geist und ist stets bereit neue Einflüsse aufzunehmen und sich zu erneuern.
Ich kann auch nicht mit jeder Stilrichtung etwas anfangen - aber mag trotzdem manches wirres Zeug.
Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=0cWe7YDaf5c..
Jeder mag nun sagen: DAS IST KEIN JAZZ! Ok.. ich erwarte die Basiji.
@Butte
Danke! Werde ich demnächst mal reinhören ...
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