20 Jahre nach dem Mauerfall und dem Niedergang des Kommunismus herrscht weltweit große Unzufriedenheit mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Jeder fünfte Befragte einer von der BBC in Auftrag gegebenen Studie spricht sich für eine vollkommen neue Wirtschaftsordnung aus.






Die Idee, eine völlig neue Wirtschaftsordnung zu entwickeln, hat was. Das ideologische Ping-Pong zwischen Kapi- und Sozialismus und die aufgeweichten Dritten Wege passt gar nicht mehr in die Zeit, da ist jede Utopie realitätsnaher.
Völlig neu hieße, die Grundlagen neu zu denken und nicht Bestehendes zu interpretieren. Und warum sollte die digitale Revolution nicht auch eine neue Wirtschaftsordnung mit sich bringen?
Vielleicht geht es gar nicht in erster Linie um den Umfang der staatlichen Einflussnahme, sondern eher darum, wie sie geschieht. Vor allem dürfen Lohndumping und Entlassungen nicht mehr zu Kursgewinnen führen. Stattdessen sollten Bemühungen, Arbeitsplätze zu erhalten oder gar zu schaffen, gefördert und steuerlich begünstigt werden. Die Rolle des Staates als "Schiedsrichter" finde ich gar nicht so verkehrt. Über das Regelwerk muss diskutiert werden.
@lasylvi
Diese "Schiedsrichterfunktion" find ich auch sinnvoll, aber ein "Schiesrichter-staat" wäre ja schon eine neue Funktion. Diese Art der Transparenz und Einmischung wird derzeit eher von nichtstaatlichen Organisationen wahr genommen, als von Staaten.
Ich denke, dass wird ich geben. Momentan sind alle beeindruckt von der Krise. In Kürze spricht niemand mehr darüber.